933.750 Euro vom Bund für das Freibad Eckbusch
Neue Beckenfolie, weniger Barrieren und Photovoltaik: Bundesförderung sichert die Zukunft des Bürgerbads im Wuppertaler Norden
Das Freibad Eckbusch ist für eine Förderung von 933.750 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) ausgewählt worden. Der förmliche Förderbescheid steht noch aus. Das Geld soll in drei Vorhaben fließen: Die über 50 Jahre alte Beckenfolie wird ausgetauscht, das Bad wird barriereärmer, und eine Photovoltaikanlage wird errichtet.
„Wir freuen uns sehr über diese Nachricht. Die Bundesförderung ist eine Anerkennung der Bedeutung des Freibads Eckbusch und zugleich ein klarer Auftrag, jetzt gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen. Jetzt beginnt die Arbeit.“ Frank Chabrié, Geschäftsführer der Freibad Eckbusch gemeinnützige Betreibergesellschaft mbH
Was saniert wird
Die Beckenfolie hat nach über 50 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Ihr Austausch ist Voraussetzung für einen sicheren Badebetrieb in den kommenden Jahrzehnten. Zugleich soll das Eckbusch barriereärmer werden, damit Menschen mit Behinderung, ältere Gäste und Familien mit Kinderwagen es leichter nutzen können. Die Photovoltaikanlage senkt dauerhaft die Energiekosten des ehrenamtlich getragenen Bades.
Die Arbeiten sollen nach dem Ende der Badesaison 2027 beginnen. Die kommende Saison findet also wie gewohnt statt.
Hohe Nachfrage im Förderprogramm
Für die Förderrunde „SKS-Schwimmbäder“ gingen bundesweit rund 950 Projektskizzen ein. Beantragt wurden rund 3,2 Milliarden Euro, zur Verfügung stehen 250 Millionen Euro.
So groß die Freude am Eckbusch über die Förderzusage ist, bedauern Förderverein und Betreibergesellschaft zugleich, dass die drei anderen Wuppertaler Freibäder in dieser Förderrunde nicht berücksichtigt wurden. Auch sie sind für die Menschen in ihren Stadtteilen wichtige Orte. Förderverein und Betreibergesellschaft hoffen, dass sich für sie künftig ebenfalls Fördermöglichkeiten ergeben.
Dank an Politik und Verwaltung
Förderverein und Betreibergesellschaft danken den Vertreterinnen und Vertretern auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie der Wuppertaler Stadtverwaltung, die das Projekt unterstützt und begleitet haben.
Vom Bürgerprotest zum Bürgerbad
Als Ende der 1980er Jahre die Schließung drohte, sammelte eine Bürgerinitiative mehr als 2.000 Unterschriften. 1991 entstand daraus der Förderverein Freibad Eckbusch 1991 e.V. Nachdem sich die Stadt Wuppertal Ende 2010 aus dem Betrieb zurückgezogen hatte, gründete der Verein im April 2011 die gemeinnützige Betreibergesellschaft. Seitdem wird das Bad eigenständig und ehrenamtlich betrieben.
„Das Eckbusch wurde vor mehr als 35 Jahren durch Bürgerinnen und Bürger gerettet. Seitdem haben Generationen von Ehrenamtlichen dafür gearbeitet, dass dieses Bad erhalten bleibt. Die Bundesförderung gibt uns jetzt die Möglichkeit, diesen Weg fortzusetzen und das Bad für die Zukunft aufzustellen. Das Eckbusch hat immer wieder gezeigt: Wenn viele Menschen gemeinsam für eine Sache einstehen, kann aus einer Idee dauerhafte Wirklichkeit werden.“ Thorsten Brinks, 2. Vorsitzender des Fördervereins Freibad Eckbusch 1991 e.V.
Über das Freibad Eckbusch
Im Freibad Eckbusch im Wuppertaler Norden wird seit 1930 geschwommen. Das Becken ist in einen Kinder-, Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich gegliedert, mit Rutsche und Sprungbrett. Dazu kommen Liegewiese, Beachvolleyballfeld, Kinderspielplatz und Imbiss. In der Saison 2026 kamen 26.000 Gäste. Betreiber ist die Freibad Eckbusch gemeinnützige Betreibergesellschaft mbH, deren einziger Gesellschafter der Förderverein Freibad Eckbusch 1991 e.V. mit rund 590 Mitgliedern ist.